Der schwierige Umgang mit Wiesenhof
31. Juli 2011 | Von Redaktion | Kategorie: Lohne, Neuste Meldung
Wie soll man Wiesenhof stoppen, ohne das Unternehmen zu vergraulen? Eine schwierige Frage an die Politik. Foto: OV-Archiv
Das Problem hat viele Gesichter. Da sind zum einen die Anwohner in Brägel und am Grevingsberg, denen die Hausbrunnen vertrocknet sind. Die über den Lärm und den Gestank und die vielen Lkw klagen. Und da ist der europaweit größte Geflügelhersteller, der in den Ausbau des Standorts Lohne derzeit 40 Milllionen Euro investiert.
Keine leichte Ausgangslage, zumal Wiesenhof jetzt auch in Südlohne auf Wassersuche geht, um die Produktion auszuweiten.
Zunächst echauffierte sich die CDU-Mehrheitsfraktion besonders über die erst durch eine OV-Recherche aufgedeckte geplante Erhöhung der Schlachtzahlen auf 2,1 Millionen Tiere pro Woche und fühlte sich übergangen. Der Ärger legte sich aber schnell. Argument: Wir haben darauf ohnehin keinen Einfluss.
Gerdesmeyer: Wachstum hat Grenzen
Aber bei der Wasserförderung kann die Stadt Lohne mitreden, sollten die Leitungen über ihren Grund und Boden gelegt werden. CDU-Bürgermeisterkandidat Tobias Gerdesmeyer betont immer wieder, dass die Wasserförderung in Südlohne und die weitere Firmenvergrößerung Grenzen haben. Doch das halten Kritiker für Worthülsen. Auch in der Vergangenheit war immer wieder die Rede davon, dass Wiesenhof die Grenzen aufgezeigt werden sollten. Passiert ist nichts.
Knospe: Wiesenhof betreibt Salami-Taktik
Gegenkandidat Eckhard Knospe (SPD) kritisiert seit Beginn des Wahlkampfs verstärkt die Firma für die Beschäftigung von Leiharbeitern, deren Unterbringung und die “Salami-Taktik”, wenn es darum geht, zu sagen, was die Firma als nächstes plant. Allerdings will auch er das Unternehmen nicht vergraulen. Er fordert klare Auskünfte über Wiesenhofs Pläne in den kommenden Jahren.
Unlängst hat sich in Südlohne eine Bürgerinitiative formiert, die sich gegen die Grundwasserförderung von Wiesenhof in der Gegend stark macht. In ihrem Sprechergremium sitzen sowohl die CDU-Stadtratskandidatin Julia Sandmann-Surmann also auch Dr. Lutz Neubauer, der für die Liste “Lohne wählt sich” antritt. Die Mitglieder der Liste aus Grünen und Unabhängigen sind Wiesenhof-kritisch, aber eine gemeinsame Position lässt sich nicht ausmachen. Anke Hibbeler

Wiesenhof ist ein großes Unternehmen, das vielen Menschen Arbeit gibt, sei es den Leiharbeitern oder auch den Handwerken und Unternehmen, die für Wiesenhof tätig sind. Die Steuereinnahmen für Lohne sind ja auch nicht schlecht. Da ist die Überlegung der CDU, Wiesenhof in Lohne um jeden Preis halten zu wollen, nachvollziehbar.
Den Preis dafür müssen jedoch die umliegenden Anwohner bezahlen. Exorbitanter LKW und PKW Verkehr, Gabelstapler die auf dem Radweg für Schüler fahren, zugeparkte Straßen, permanenter Lärm über den erlaubten Grenzwerten bis tief in die Nacht hinein, brechreizerzeugender Gestank rund um die Uhr,
Massenunterbringung von Arbeitskräften in normalen Wohngebieten, absinkende Grundwasserspiegel und austrocknende Biotope.
Über mögliche Alternativen hat man überhaupt nicht nachgedacht, diese sind nun auch nicht mehr machbar. Das Ergebniss der CDU Entscheidung ist bereits in Beton gegossen worden. Man mag über Wiesenhof und dessen Informationspolitik schimpfen, das ist aber in diesem Fall der falsche Ansprechpartner. Die Lohner Ratsmehrheit hat durch ihre Beschlüsse den unerträglichen Zustand möglich gemacht und herbeigeführt. Dadurch hat man sich das Dilemma gebracht, jetzt kann man nicht mehr Stop sagen. Die Aussage von Herrn Gerdesmeyer, bei einer Grundwasserentnahme in Südlohne keine Leitungsverlegung zuzustimmen, kann man getrost als Wahlkampfgetöse abtun. Er als Rechtsanwalt [Tobias Gerdesmeyer ist Richter, kein Rechtsanwalt; Anm. d. Red.] weiß nur zu Gut, das er dafür keine rechtliche Handhabe hat.
Nur mal ein kleiner Auszug von CDU Aussagen, “wir haben von Wiesenhofs Plänen aus der Zeitung erfahren”, oder zur geplanten Wiesenhoferweiterung “ja, aber nicht zu Lasten der Anwohner”. An Zynismus nicht zu überbieten, wenn man sich über die untragbaren Zustände beschwert und zu hören bekommt,
“es zwingt Sie ja keiner dort wohnen zu bleiben.” Einwendungen der Anwohner zur geplanten Erweiterung wurden allesamt vom Tisch gefegt. So sieht die Informationspolitik der Lohner CDU aus. Dass sich eine zweite Bürgerinitiative innerhalb kurzer Zeit gegründet hat, liegt ausschließlich daran, das die Bürgerinteressenvon der CDU schlichtweg ignoriert werden. Das Projek “Zukunft Lohne” ist reine Ablenkung von verherrenden Fehlentscheidungen, als da wäre Encitec, Marktgalerie, Bergweg, Wiesenhof, Jägerheim, OME (Trimpe).
Frau Hibbeler merkt an: “Die Mitglieder der Liste aus Grünen und Unabhängigen sind Wiesenhof-kritisch, aber eine gemeinsame Position lässt sich nicht ausmachen.“
Das ist so nicht richtig. Unterschiedliche Standpunkte in der Gruppe Lohne wählt sich sind sicher in Bezug auf Massentierhaltung, Tiertransporte, Massenschlachtung, Fleischkonsum usw. vorhanden. Doch das lässt sich nicht auf Wiesenhof reduzieren. Bei Wiesenhof sind es die Fragen, die die Stadt Lohne betreffen und hier hat die Wählergruppe eindeutig eine gemeinsame Position:
1. Die Wasserversorgung von Wiesenhof muss anders geregelt werden. In Brägel sind die Grundwasserstände dramatisch gesunken. In Südlohne muss dies verhindert werden. Im Schutz des Grundwassers dürfen Bürgerinitiativen nicht auf sich gestellt bleiben. Wenn es um Gegengutachten oder gar um juristische Fragen geht, haben Bürgerinitiativen meist nicht genügend Geld. Darauf wartet eine PHW-Gruppe nur. Daher ist eine Aufgabe der Kommunalpolitik sich um den Schutz des Grundwassers intensiv zu kümmern.
2. Es ist gemeinsame Position von Lohne wählt sich die Geruchsbelästigung durch Wiesenhof abzustellen. Dies betrifft die Bräterei und den Abwassertransport.
3. Eine weitere Erhöhung der Schlachtzahlen wird durch Lohne wählt sich einheitlich abgelehnt und hierfür werden wir im Rat für eine Mehrheit sorgen.
4. Lohne wählt sich wird im Rat durchsetzen, dass nach langjähriger „Flickschusterei“ in dem Wiesenhofareal endlich eine Bestandsaufnahme erfolgt, die zu einem eindeutigen und verbindlichen Bebauungsplan führt. Das bisherige planerische „Unding“ muss beseitigt werden.
Die Politiker müssen endlich aktiver werden! Großfirmen machen was sie wollen und die Politiker reagieren im besten Fall anstatt zu agieren. Die große Anzahl an Bürgerinitiativen zeigt hier deutlich auf, dass Bürger die Initiative ergreifen, Politikern wird es nicht zugetraut.
Im Fall Wiesenhof werden Menschen mit Hungerlöhnen abgefertigt, Tiere unter unwürdigsten Zuständen gehalten, den Lohner Bürgern Gestank und Lärm zugemutet und dies ausschließlich um dem Konzern Gewinne zu bringen. Wie im Großen so im Kleinen, ob Banken oder Lebensmittelkonzerne Profit auf Kosten des Volkes und die Politik schaut zu und klatsch Beifall.
Es ist gut, dass die Wirtschaft in Lohne stark ist und man sollte weiterhin diese Stärke nutzen und ausbauen, dies aber in einem gesundem Rahmen ohne vor Großkonzernen einzuknicken.
Sollte Wiesenhof in der Vergangenheit die Spielregeln nicht eingehalten haben (Stadtrat hat von Vorhaben der Firma aus der Zeitung erfahren), dann gehört Wiesenhof die Gelbe Karte gezeigt.
Lohner Politiker sollten sich nicht zu Ausfüllungsgehilfen von Wirtschaftsbossen machen lassen, sondern die Spielregeln zum Wohle der Lohner Bürger bestimmen.
Gruß Ralf Kache
Mitglied DIELINKE KV Vechta
Ärgernis Wiesenhof
Ohne um den heißen Brei herum zu reden: Die Firma Wiesenhof hat sich zu einem öffentlichen Ärgernis entwickelt, auf das von der CDU in Lohne und im Landkreis sowie den entsprechenden Verwaltungen im Sinne von Wiesenhof reagiert wird. Dabei wird einseitig argumentiert, dass es sich um einen guten Gewerbesteuerzahler handele und viele Arbeitsplätze geschaffen worden seien.
Beides ist nicht von der Hand zu weisen, doch schon bei den Arbeitsplätzen beginnen soziale Probleme. Mittlerweile kommen die meisten Beschäftigten des sogenannten Billiggenres aus Osteuropa und werden in Unterkünften zusammengepfercht. Die SPD Lohne machte davon vor Jahresfrist 19 publik, ohne dass der zuständige Landkreis durchgriff.
Durch die ungebremste Ausbeutung des Grundwassers und der darunter liegenden Wasserschichten wird in den Lohner Ortsteilen Grevingsberg und Brägel die Natur zum Teil unwiderruflich zerstört. Blieb Wiesenhof bislang unter der vom Landkreis zugestandenen Fördermenge von 690 000 m³, so wurde diese – unbemerkt von der Öffentlichkeit – für 2011 erstmals klammheimlich überschritten, wohl um die festgelegte (!) Schlachtzahl zu erhöhen.
Ein hydrogeologisches Gutachten wurde verschleppt (Erstankündigung für Mai 2010) und erst dieser Tage dem Landkreis vorgelegt. Es ist die Grundlage für die weitere Wasserausbeutung. Kritisch muss die Neutralität gesehen werden, wurde es doch von einer Firma erstellt, die jahrelang mit der Wiesenhofgruppe zusammen arbeitet und bekanntlich beißt man nicht die Hand, durch die man gefüttert wird. Den Betroffenen ist zu raten, dieses Gutachten anzufordern, sobald der Landkreis es öffentlich auslegt.
Die Verkehrsführungen rund um die Firma Wiesenhof sind zum Teil lebensgefährlich und die CDU im Rat der Stadt Lohne, die Änderungen beschlossen hat, trägt daran eine große Mitschuld. Bis heute warten wir immer noch auf den Radweg vom Bergweg zum Brägeler Pickerweg, der von Wiesenhof mitfinanziert werden müsste und der schleppend derzeit an der Landwehrstraße (!) erstellt wird. Die Brägeler – vor allem die Schulkinder – auf der Brägeler Straße werden im Stich gelassen. Unterdessen wird der Brägeler Pickerweg nach der schnellen Blockierung der Straße am Grevingsberg aufgrund des erheblich gewachsenen Verkehrsaufkommens zu Schanden gefahren.
Weiterhin – und das seit Jahren – werden vor allem am Wochenende Anlieger durch einen infernalischen Gestank belästigt, der einen Verantwortlichen des benachbarten Sportclubs Amasya Spor zu der sarkastischen Aussage veranlasste: „So haben wir bei unseren Heimspielen am Samstag wenigstens einen Heimvorteil.“
Die Öffentlichkeit wird von der Geschäftsführung von Wiesenhof vor vollendete Tatsachen gestellt, die im wesentlichen von den CDU-Entscheidungsträgern hinter verschlossenen Türen abgesichert sind, bevor sie publik werden. Nur so konnten weite Teile des Landschaftsschutzgebietes Geestrücken den Schutzcharakter verlieren. Diese Entscheidungen werden lendenlahm begründet: „Wiesenhof hat keine weitere Möglichkeit, sich zu entwickeln!“ Aussage 2006 bei der vorletzten Erweiterung, als das geschützte Wäldchen am Grevingsberg für Wiesenhof arg beschnitten wurde. Ein Satz, der sich kurze Zeit später als Lüge entpuppte, denn Wiesenhof fraß weiter Wasser und Fläche.
Wiesenhof ist ein notwendiger Betrieb. Doch durch ein nicht vorausschauendes Missmanagement, das sich weder um einen geeigneten Standort kümmerte noch um die wirklich zur Verfügung stehenden Wasserressourcen, wurde es zu einem der größten Ärgernisse für Lohne, zumal aus Platzgründen hier nur einige Spitzen des Eisberges erwähnt werden können. Da ist es kein Wunder, dass sich nach den Südlohnern, denen es an den Wasserkragen gehen sollte, nun auch massiv die Grevingsberger und Brägeler zu einer Initiative zusammengeschlossen haben!
Wo bleibt denn die Stimme der CDU bei diesem Beitrag? Traut sich etwa keiner, hier die Entscheidung für die „Optimierung“ des Betriebsstandorts zu erklären?
Eigentlich warte ich darauf, dass mir jemand von der CDU mit breiter Brust erklärt, warum die Anwohner den Gestank, den Verkehr und den Lärm ertragen müssen. Wird die neue Fläche am Grevingsberg bebaut, werden sich die bereits vorhandenen Probleme potenzieren. Wie will diese Partei darauf reagieren, wenn sie die jetzigen Zustände schon nicht im Griff hat und sie stattdessen akzeptiert?
Es gibt für Lohne seltsames Bild ab, wenn die gewählten Volksvertreter Politik gegen ihre eigenen Wähler machen, und das regieren im Rathaus als Selbstzweck sehen.
Der Film über das System Wiesenhof in der ARD, sollte mal eine Zäsur zum nachdenken sein. Jemand der 160 Stunden und mehr arbeitet, dafür ca. 550 € netto verdient, und dem sofort 150 € an Miete abgeben muss, um mit 4 Leuten in einem Zimmer zu wohnen, der kann kein Geld in Lohner Geschäften ausgeben. Armutgrenze hin oder her….
Es werden ältere Häuser in der näheren Umgebung des Betriebsstandortes für Spottpreise gekauft und die “Leiharbeiter” werden über die tägliche Miete abgezockt. Ist das die Lohner Zukunft für den Osten von Lohne?
Klar habe ich Verständnis für wirtschaftliche Interessen eines Unternehmens, wenn diese in Einklang mit den Interessen der Anwohner gebracht werden. Dass beide Seiten Kompromisse eingehen müssen, ist selbstverständlich.
Nur in Lohne ist man schon einen Schritt weiter, hier werden die Kompromisse erzwungen, indem jeder Bauwunsch von Wiesenhof genehmigt wird. Jegliche Einwendungen werden abgewiegelt und ignoriert, wie oben schon von Joachim geschrieben Das Geld um dagegen zu klagen nimmt ja Gott sei Dank keiner in die Hand, bzw. man hat es nicht.
Walter Bokern, CDU Kandidat im Bereich Nord wohlgemerkt, wehrt sich auch gegen Wiesenhofbeschlüsse und macht in einer Unterschriftenaktion mobil. Er hat ein ehrliches Anliegen und er tritt für seine Meinung ein. Ob er sich seine Chancen für eine Wahl damit erhöht oder seine parteipolitischen Zukunftschancen ins Bodenlose abstürzen, mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich bevorzuge jemanden der ein Rückrat hat und für seine Meinung einsteht, wie es Walter jetzt macht.
Die Lohner Opposition (SPD + GUF) und / oder “Lohne wählt sich” kümmert sich nahezu ausschließlich um die möglicherweise zukünftige Wasserentnahme in Südlohne. Die bereits bestehende Probleme werden offenbar gebilligt und man steht resigniert vor seinen – sehr sinnvollen- aber abgelehnten Anträgen. Persönlich wäre ich davon ausgegangen, dass gerade die Opposition hier Gas gegeben hätte. Bereits Betroffene ins Boot holen und deren Interessen vertreten ist nicht passiert, obwohl die Chance da war / ist.
Zitat: “Die Lohner Opposition (SPD + GUF) und / oder “Lohne wählt sich” kümmert sich nahezu ausschließlich um die möglicherweise zukünftige Wasserentnahme in Südlohne.”
SPD-Bürgermeisterkandidat Eckhard Knospe hat recherchiert und sowohl der Kreisverwaltung als auch der Stadtverwaltung Lohne die Adressen von neunzehn (!) Sammelunterkünften benannt, in denen allein in Lohne Arbeitskräfte untergebracht sind, die für die Firma Wiesenhof arbeiten.
Der Lohner Stadtrat hat sich daraufhin mit neun der genannten Unterkünfte befasst. Eine Nachgenehmigung zur Nutzung der Ein- bzw. Zweifamilienhäuser als Sammelunterkünfte hat auf Betreiben der SPD/GUF-Gruppe der Bauausschuss der Stadt Lohne in acht Fällen abgelehnt. Bei dem neunten Fall lag die Unterkunft nicht in einem reinen Wohngebiet.
Dass die Opposition sich nur für den Aspekt “Wasser” interessiere, trifft also nicht zu. In Tierschutzfragen ist leider die Stadt nicht zuständig, so dass entsprechende Anträge im Stadtrat ins Leere laufen würden.
Allerdings besteht Politik nicht nur aus Kommunalpolitik. Parteien haben im Gegensatz zu Wählergemeinschaften den großen Vorteil, dass es in ihnen eine Vernetzung der Gemeinde-, Kreis-, Landes-, Bundes- und Europapolitik gibt.
Das Thema steht zwar jetzt nicht auf der Tagesordnung, aber die nächste Landtags- und Bundestagswahl kommt schneller, als man denkt. Hier wäre zu fragen, ob es wirklich sinnvoll ist, dass der Landkreis Vechta nur durch CDU-Abgeordnete (zurzeit MdL Dr. Siemer und MdB Holzenkamp) vertreten ist.
Ohne Abgeordnete mit Wahlkreisanbindung ist es auch für die SPD schwer, kommunale Interessen im Land und im Bund durchzusetzen.
Was Forderungen und Entscheidungen zu Wiesenhof anbelangt fällt politisch leider nur sehr wenig in die Einwirkungsmöglichkeiten des Lohne Stadtrates. Grundwasserentnahmen, Neubauten, Umbauten, Umwidmungen, Löschen von Flächen im Landschaftschutzgebiet zu industriellen Bebauung, Betriebskontrollen – es fällt alles in die Entscheidungskompetenz des Kreises. Und damit können die Kandidaten kaum Ziele benennen (die ehrlich sind), die sie in Bezug auf Wiesenhof im Stadtrat durchsetzen wollen. Hier wären also die Kandidaten für den Kreistag gefordert. Allerdings ist ein Wahlkampf für den Kreistag kaum existent und das deckt sich mit meinen Erfahrungen aus früheren Kommunalwahlen. Was den Lohnern in der Auseinandersetzung mit Wiesenhof bleibt sind Proteste in Bürgerinitiativen oder Mitarbeit in Natur- und Umweltschutzorganisationen. Auch damit lässt sich jedoch nur ein Teil der Probleme bearbeiten. Lohndumping oder Leiharbeit bleiben da komplett außen vor, dazu sind die Parteien auf Bundesebene und in der EG gefragt und jeder weiß woran z. B. die Einführung eines Mindestlohnes scheitert. Kriminelle Verstöße gegen bestehende Gesetze wiederum müssen die zuständigen Ermittlungsbehörden aufdecken, meist jedoch gegen den Widerstand der kapitalkräftigen Konzerne mit ihrem ganzen Filz zwischen Verwaltungen und „unabhängiger“ Presse. Wer also etwas ändern will, muss selbst nach Möglichkeiten suchen, es zu tun. Auch die Behauptung: „ Lohne wählt sich” kümmert sich nahezu ausschließlich um die möglicherweise zukünftige Wasserentnahme in Südlohne – ist nicht richtig. „Lohne wählt sich“ kann die Arbeit der Initiative „Wasser in Südlohne“ allenfalls mit Wohlwollen begleiten, es kann sich sich nur die Initiative selbst darum kümmern und ich bin einer von fünf Sprechern, deren politischer Hintergrund sehr unterschiedlich ist. Wenn dann bemängelt wird, dass wir als Opposition nicht bereits Betroffene ins Boot holen, so bemängele ich, dass ein Teil der Betroffenen nichts selbst unternehmen. Die Anwohner des Grevingsberg haben einiges unternommen. Die Bauernschaft Brägel hat jedoch keine Initiative zu Stande gebracht, die ihr Grundwasser verteidigt. Auch jetzt geschieht nichts, obwohl Wiesenhof neue Anträge für zwei weitere Brunnen südöstlich der ehemaligen Brägeler Schule an die zuständige Kreisbehörde gerichtet hat. Was mag der Grund sein? Wurde auch da von Einzelnen ein Deal mit Wiesenhof gemacht so wie es kürzlich mit dem Golfclub erfolgte? Politisch bleibt uns nur ein bescheidener Weg, der von „Lohne wählt sich“ auch benannt wurde: „Lohne wählt sich“ wird im Rat durchsetzen, dass nach langjähriger „Flickschusterei“ in dem Wiesenhofareal endlich eine Bestandsaufnahme erfolgt, die zu einem eindeutigen und verbindlichen Bebauungsplan führt. Das bisherige planerische „Unding“ muss beseitigt werden. (Nachzulesen Kommentar 2 zu diesem Thema vom 19. August 2011)
Vor wenigen Stunden bedauerte ich noch, dass die Brägeler immer noch nicht um ihr Grundwasser kämpfen würden. Das ist nun “Schnee von gestern”. Nun wollen sich auch Grevingsberger und Brägeler zusammentun, um bei der Kreisverwaltung die weiteren Genehmigungen von Brunnen zu verhindern. Das ist eine gute Entwicklung und nur dadurch können Kommunalpolitiker etwas unterstützen und vielleicht sogar bewirken, wenn die Leute um die es geht bereit sind, auch für sich selbst einzutreten.
Oh nein,
die SPD kümmert sich wie Kurt Ernst bereits beschrieben hat, nachhaltig um die soziale Komponente bei Wiesenhof und seiner Mitarbeiter und -arbeiterinnen.
Zudem haben wir (noch gestern in der Ratssitzung) auf die schlimme Verkehrssituation rund um Wiesenhof aufmerksam gemacht. Wir hoffen sehr, dass die Bauarbeiten rasch abgeschlossen werden und zumindest die Brägeler Straße und der Brägeler Pickerweg wieder in einen verkehrswürdigen Zustand versetzt werden. Das gilt besonders für den Radweg (mindestens) vom Brägeler Pickerweg bis zum Bergweg.
Was die Geruchsbelästigungen angeht, haben wir mit vielen Anwohnern (bis hin zum Sportverein Amasya Spor) Gespräche geführt. Auch sie werden genau wie wir hingehalten: Wenn erst einmal die Bauten fertig sind, wird das sich verbessern. Wir zweifeln arg daran und beobachten die Situation.
Ähnliches gilt – und auch hier sind wir in Gesprächen – mit der Geräuschbelastung, sei es durch die LkW und fast noch mehr durch die angeschalteten Gebläse. Mancher Nachbar kann da im Sommer nicht mehr auf seiner Terrasse sitzen, wenn der Wind auch nur etwas ungünstig steht. Selbst die Gutachten sagen das aus. Wiesenhof will ja auch reagieren und hat (vereinzelt?) schon die Übernahme der Kosten für Lärmschutzfenster angeboten, doch auf meiner Sommerterrasse helfen die mir auch nicht, die Lebensqualität zu verbessern.
Und was bleibt ist die längst überfällige Unterschriftenliste in Brägel, zu der sich jetzt unter Federführung des Ortsvorsteher Walter Bokern eine Gruppe Grevingsberger und Brägeler zusammen gefunden hat. Selbstverständlich unterstützen wir diese Aktion, nicht wegen des Stadtratskandidaten, der als solcher herzlich wenig damit zu tun hat, sondern wegen der dringenden Angelegenheit in der Sorge um die Natur unserer Heimatstadt Lohne. Also habe ich selbstverständlich mit meiner Unterschrift diese Initiative unterstützt!
Wie in meinem ersten Kommentar geschrieben, wie Eckhard Knospe ausführte: Aufgrund der Salamitaktik ist es sehr schwer, gezielte Informationen zu erhalten. Dort, wo wir sie haben und wo sie für Lohne problematisch oder gar schädlichsind, greifen wir ein, erheben unsere Stimme und stellen Anträge. Wir lassen uns auch durch Ablehnungen keineswegs entmutigen, sondern bohren weiter…
Neben all den weiteren Problemen wie Wasserverbrauch/Grundwasserspiegel, Lärmbelastung usw. (wie sie hier unterschiedlich beschrieben werden) ist es ein Armutszeugnis für uns Menschen, dass wir derart mit Mitgeschöpfen (aus denen wir unsere Energie, bzw. unseren Profit gewinnen) umgehen. Solche Tierquäler gehören zur Verantwortung gezogen. Da kann man sich auch nicht aus der Verantwortung stehlen – wie es Herr Wesjophann in diversen Veröffentlichungen gerne tut.
Für mich unverständlich ist auch, wie Gemeinden solch eine Art von “modernem Sklaventum” zulassen können. Das kann doch kein zukunftsträchtiges Modell sein. Wie sollen denn darüber künftige, vielleicht sogar attraktive ? Arbeitsplätze für die Jugend geschaffen werden?
Sehr geehrte Brigit Eggers-Spängler,
Sie haben völlig recht, nur: Eine Gemeinde kann hier so gut wie nichts tun. Wir können nur versuchen dafür zu sorgen, dass Missstände aufhören, was die SPD Lohne getan hat (in 19 Fällen) und was gerade aufgrund unserer Initiative in einer Reihe von Fällen in der letzten Zeit verbessert wurde – zum Wohl der ausländischen Arbeitnehmerinnen und -nehmer.
Was die Ausbeutung durch die Minimalentlohnung betrifft, sind unsere Hände gebunden. Hier ist z.B. die Bundesregierung gefragt, z.B. durch zu garantierende Mindestlöhne für alle Branchen!
Und die Tierquälerei ist nur an einzelnen Beispielen festzumachen – und dann über den Landkreis zu verfolgen.
Lohne hat schon Ende der 80er Jahre eine Absichtserklärung abgegeben, den gesamten Bereich der Massentierhaltung nicht mehr auszuweiten. Leider haben das die meisten vergessen. Die SPD stimmt seit damals keiner größeren Erweiterung mehr zu – bzw. wir enthalten uns bei geringen Aufstockungen, es sei denn, es gibt eine artgerechte Haltung – was in den meisten Fällen leider nicht der Fall ist. Artgerecht bedeutet für uns allerdigns längst nicht gesetzeskonform, denn jede (auch erlaubte) Käfighaltung ist nicht artgerecht…
Leider finde ich die Einstellung der Kommunalpolitiker in Bezug auf den Einfluss zu Mindestlöhnen recht seltsam. Auch die Antworten sind immer gleich, ob von Hernn Knospe “Wir können nicht in die Autonomie der Unternehmen eingreifen…” oder von anderen Mitgliedern im Stadtrat/Kreistag. Immer wird jegliche Verantwortung abgelehnt und auf den Bund verwiesen. Habe Kreistagsmitglieder oder Stadtratsmitglieder jemals versucht Kontakt zu Verantwortlichen bei Wiesenhof oder den Zeitarbeitsfirmen aufzunehmen? Ich glaube da hat nie ein Politiker überhaupt irgendwas versucht. Ich habe vor ca. 2 h mit einem Handwerker gesprochen, der in Lohne einmal Reparaturen in einem dieser “Käfige” vornehmen musst. Laut seinen Aussagen hausen da 60 Osteuropäer unter übelsten Bedingung und das in unmittelbarer Nähe zu einer Grundschule und einem Kindergarten. Warum die Politiker die Augen verschließen, ist mir absolut unklar, niemand zeigt Initiative und Biss.
Sehr geehrter Herr Kache,
warum wundern Sie sich? Das ist doch nur verständlich. Es geht nicht um die Tiere und deren Lebensbedingungen, es geht auch nicht um die Arbeiter und wie sie hausen müssen, es geht auch nicht um die Löhne – obwohl wir da schon nah am Thema sind. Es geht schlicht und einfach um GELD. Unternehmen wie Wiesenhof sind Steuerzahler, die gewaltige Summen in die kommunalen Kassen spülen. Das war damals bei Pohlmann so und das ist auch bei Wiesenhof so. Würde man die Auflagen verschärfen, die Wohnbedingungen der Arbeiter kontrollieren, so wäre eine mögliche Konsequenz, hier abzuwandern und das Werk an anderer Stelle neu zu errichten. Steuerausfälle wären die Folge. Das ist nicht gewollt von der Politik, und so ist man insgeheim ja froh, dass ein so kompliziertes Sytem mit Subunternehmern und Subsubunternehmen die Einflussnahme angeblich so reduziert, dass man in der Öffentlichkeit sogar seine Hände in Unschuld waschen kann.
Glaubwürdig ist das weder von den Unternehmern als auch von den Politikern. Egal, wer da sein Gesicht mit grinsender Überheblichkeit in diverse Kameras hält. Das ganze System ist krank und bedarf dringender und konsequenter Überprüfung. Das ist eine Frage der Moral – aber die haben wir uns teilweise aus Profitgier wohl schon vor alnger Zeit abkaufen lassen.
Es wird gefragt, warum sich Kommunalpolitiker nicht um Mindestlöhne oder Leiharbeiter bei Wiesenhof kümmern. Die Frage ist sehr leicht zu beantworten Der Lohner Stadtrat hat 34 Mitglieder. 25 sind von der CDU, 1 von der FDP. Sehen wir uns diese beiden Parteien näher an: die CDU denkt über Mindestlöhne in bestimmten Brachen nach und die FDP tut sich damit bereits schwer. Auch Leiharbeit ist durch politisch gewollte Gesetze legal. 26 Ratsmitglieder müssten sich in diesen Fragen also gegen ihre eigene Partei wenden. Und warum sollten sie das? Sie haben sich schließlich für eine Partei entschieden, die mehrheitlich nichts von generellen Mindestlöhnen hält. In der BRD scheint zurzeit, wären jetzt Bundestagswahlen, eine Mehrheit zu sein, die für die Einführung von generellen Mindestlöhnen ist. Aber kann man wirklich sicher sein, dass die jetzige Absichtserklärung wirklich durchgesetzt würde? Mir ist das Wirken von Bundeskanzler Schröder noch allzu gut in Erinnerung. Fazit: Ich will wohl, falls ich in den Rat komme, zu Wiesenhof gehen und Mindestlöhne und die Abschaffung von Leiharbeit fordern. Bliebe der Rat allerdings so wie er jetzt ist, würden mich sicher nicht sehr viele begleiten. Und den Vorwurf der Effekthascherei und der Unredlichkeit müsste ich zudem auch noch befürchten. Und dann gäbe es sicher auch noch eine Sonderseite in der OV von PHW (mit Bild).
Genau so ist das leider wohl!
Und es ändert sich nichts, weil die Alten allesamt viel zu fest im Sattel sitzen. Und das seit über 50 Jahren zum größten Teil. Da ist an Änderungen wohl kaum zu denken, denn in 50 Jahren haben sich Strukturen entwickelt, die sich so leicht nicht mehr durchbrechen lassen.
Es sei denn, die Wählerinnen und Wähler würden ….
Das allerdings wäre …..
Alleine bei dem Gedanken ist man fast schon sprachlos.
Sicherlich sind Mindestlöhne etwas feines. Aber warum den Staftrad kritiesieren und nicht die Verbraucher. Jeder will immer alles nur billig und viel verdienen. Einen dierekten Zusammenhang mit den Stadtrat vermag ich da nicht zu sehen. Ich denke Herrn Dr. Neubauer heht es in 1. Form darum sich über ein brisantes Thema zu profilieren. Schade, dass er da nicht mehr zu bieten hat…
Ich durchstöbere gerade das Internet und versuche eine Aussage oder einen Kommentar zu diesem Thema von Herrn Gerdesmeyer oder einem anderen CDU Politiker zu finden. Gibt es überhaupt CDU Mitglieder die dieses Thema offen anpacken, oder wird da nur hinter verschlossenen Türen drüber geredet? Lohne verkommt zu einem Industriestandort in dem sich die Bürger nicht wohl fühlen ( ich sitze fast jeden Tag in der Stube einer Lohne Familie, falls jemand fragt). Die CDU im Kreis und im Stadtrat bezieht hier keine Stellung und macht den Eindruck, dass hier eventuell das Wohl des Herrn Wesjohann über dem Wohl der Bürger steht. Wie in Berlin so inVechta. Was für die Bundesregierung der Ackermann ist, ist für die Kreis-CDU der Wesjohann……diese Gefühl habe ich.
Kein Kommentar zu diesem Thema von einem CDU Kollegen, oder wurde da ein Maulkorb verpasst?
Nee, einen Maulkorb hat man denen sicher nicht verpasst, jedenfalls nicht wirklich. Das Schweigen der CDU spricht doch mehr als tausend Worte.
Die jetzigen Zustände sind für die CDU, sowohl in Lohne, als auch auf Kreisebene voll in Ordnung. Das man einen alten Parteifreund und Gönner nicht mit unbedachten Äußerungen brüskieren möchte versteht sich doch von selbst. Wer auf Aussagen von der CDU zu diesem Thema hofft, deren Inhalt die Einschränkung des Wiesenhofwachstums betreffen, wird vergeblich warten. Die nächsten Baumaßnahmen im Jahr 2012 für 10 Mio € hat der Geschäftsführer Herr Luchtefeld in einem Wiesenhofvideo bereits angekündigt. Kann man sich bei Youtube ansehen. Titel ist: Wiesenhof und das Grundwasser, die Erweiterungsmaßnahmen werden bei 3,20 min angesprochen.
Es ist also umso einleuchtender, das kein CDU Kommentar hier zu finden ist. Herr Gerdesmeyer Aussagen in Bezug Wiesenhof und eigenen politischen Ansprüchen auf der OV-Facebookseite auszugsweise als Zitat:
“…. für mich sind die Belange von Natur und Umwelt und insbesondere auch die Interessen der Anlieger von großer Wichtigkeit…..”
“..Wichtig ist aber, dass alle Entscheidungen transparent fallen und der Bürger die Informationen, die er zurecht erwartet, auch bekommt. Hier möchte ich mich für einen offenen Politikstil einsetzen.”
Will heißen, das die Anlieger offen darüber informiert werden, wenn durch in nichtöffentlichen Fraktionssitzungen vorab beschlossene Baugenehmigungen, Ihre wichtigen Interessen übergangen wurden. Die Interessen von Wiesenhof sind für die CDU wichtiger und das wird dann auch ganz transparent dargestellt werden.
Die neueste Schlagzeile vom CDU Fraktionsvorsitzenden in der OV könnte also heißen: ” ……. wir haben von Wiesenhofs Plänen erst aus Youtube erfahren……..” Das passt auch schon eher ins Internetzeitalter
Das Video Wiesenhof und das Grundwasser verdeutlicht einerseits die Aufregung bei Wiesenhof, andererseits offenbart es die mangelhaften Informationen, mit denen wir ausgestattet sind. Die Geschäftsführung hatte der Initiative „Wasser in Südlohne (WIS)“ mitgeteilt, dass Wiesenhof ein Förderkontingent in Brägel von 690.000 m³ pro Jahr besitzt – in dem Video gibt PHW persönlich 814.000 m³ an. Geschäftsführer Luchtefeld nennt nun 10 Mio. € zusätzliche Investitionssumme für die nächsten zwei Jahre zur Kapazitätserweiterung; was damit konkret gemeint ist, erfahren wir nicht. Bislang gibt es nur die Meldung, dass man den Samstag als zusätzlichen Schlachttag einführen möchte, das wären 20% mehr. Kapazitäten lassen sich aber auch dadurch erhöhen, indem außerhalb geschlachtete Tiere weiter verarbeitet werden. PHW spricht in dem Video, dass in dem Bereich der jetzigen Grundwasserentnahme in Brägel in 5 bis 10 Jahren Umweltschäden auftreten könnten. Um Schäden zu vermeiden, würde der Betrieb diesen Bereich um 250.000 m³ entlasten und diese Menge als Ausgleich ebenfalls in Brägel entnehmen, nur etwas weiter östlich. Hierzu wird eine Zeichnung „hervor gezaubert“ die einen schmalen Wall aus Ton als östliche Begrenzung zu dem neuen Fördergebiet zeigt. Tenor von PHW: In Brägel sind zurzeit keine Schäden und kommende werde man vermeiden. Ich halte diesen Wall für ein Fantasieprodukt des Gutachters, aber wir warten schon über ein Jahr auf dieses Gutachten. Warum dann aber neues Wasser aus Südlohne (PHW nennt 300.000 m³, WIS schätzt 500.000 m³)? Ist es in Brägel also doch nicht in Ordnung? Will man mit Hilfe der Kreisverwaltung nur etwas Zeit gewinnen? Oder soll das Wasser aus Südlohne für zusätzliche Schlachtungen sein? 50 Mio. Schlachtungen jährlich wären damit machbar, also 50% Steigerung. PHW beruhigt, Anträge zur Wasserentnahme in Südlohne wird es nur geben, wenn Umweltschäden auszuschließen sind. Mein Fazit: Bei solchen Summen kann ein Konzern gar nicht sagen – „ vielleicht nehme ich das Wasser oder vielleicht auch nicht“.